Ich werde häufig gefragt ob und wie man traden lernen kann.

Vorweg: Trading ist ein Beruf. Wer meint, ohne das notwendige Wissen diesen Job ausführen zu können, dessen Vermögen schmilzt schneller dahin als Eis an einem 40 Grad warmen Sommertag!

Wie in jedem Beruf ist eine gute Ausbildung und viel Praxiserfahrung Grundlage für den Erfolg.

Doch wie genau sieht die Ausbildung zum Trader aus. Ist Trading ein Do it your self Beruf oder kann man es von anderen lernen? Was soll man lernen, was ist wichtig, was eher nicht? Im Gegensatz zu den meisten etablierten Berufen mit klassische Ausbildungswege, bei denen Lernstoff und Ziele vorgegeben sind, fehlt all das für den Beruf Trader.

So kommt es zu dem Problem vieler Beginner, dass sie gerne lernen wollen, aber eigentlich nicht wissen, was ist relevant, was ist wichtig und was tatsächlich später den Erfolg im Trading aus macht! Zwar gibt es viele Angebote für angehende Trader, doch wirklich strukturierte Ausbildungen sind selten. Zudem ist es für einen Beginner fast nicht möglich zu entscheiden, welches Buch, Seminar oder Webinar sinnvoll ist, und was einen Trader weiterbringt und was nicht. Er steht in einem Labyrinth und weiß nicht, welcher Weg eine Sackgasse ist und welcher ihn hinausführt.

Die Folge ist, dass sehr viele angehende Trader durch Versuch und Irrtum versuchen den richtigen Weg aus diesem Labyrinth zu finden. Das ist eine sehr zeitaufwändige und nicht effektive Lernmethode, die ich vor 25 Jahren selber so durchlaufen habe. Das aber die erfolgschancen nur geringer Natur sind, bei solch einer unstrukturierten Vorgehnsweise, dürfte auf der Hand liegen.

Den größten Fehler, den Traderanfänger allerdings machen , ist das sie den Beruf des Traders mit dem eines Analysten verwechselt. Dabei sind dies zwei völlig unterschiedliche Berufe, was meist selbst vielen sogenannten Tradern nicht klar ist. Warum will ich kurz erläutern:

Der Trader verdient sein Geld am Markt dadurch, dass er aktiv Risiken übernimmt, das er Verluste und Gewinne managt, während der Analyst ohne Risiko Prognosen macht Märkte analysiert und versucht seine Analysen zu verkaufen. Hauptaufgabe des Trades ist wiederholbare Ergebnisse zu generieren mit Strategien, die einen positiven Erwartungswert haben. Der Analyst hingegen will gute Analysen machen die möglichst voraussagen, wohin der Markt geht. Jeder der etwas länger an der Börse ist, weiß dass niemand in der Lage ist, die Kurse dauerhaft korrekt vorauszusagen und das die Prognose von zukünftigen Kurse reine Zeitverschwenung ist.

Der Trader arbeitet mit Strategien, Statistiken, mit Risiken und Positionsgrößen. ER fragt sich, wie kann ich Geld mit den Bewegungen am Markt verdienen, während der Analyst mit Worten arbeitet und erklärt, warum sich der Markt bewegt.

Aber muss man denn nicht erst wissen warum der Markt steigt oder fällt oder wann er steigt und fällt und dann mit diesem Wissen Geld zu verdienen? Erfahrende Trader wissen, nichts könnte falscher als dass sein. Wie in der Fahrschule, wo wir auch nicht lernen mussten, wie der Motor funktioniert, sondern nur das Autofahren lernen wollten, so muss niemand am Markt verstehen, warum dieser steigt und fällt um damit Geld zu verdienen. Wichtiger ist es, wie man mit den Bewegungen Geld verdienen kann.

Um das zu lernen, braucht der angehende Trader eine ScHulung in den richtigen Tradingwerkzeugen. Er muss wissen, welche Werkzeuge sind wichtig, welche nicht und wie setzte ich die Werkzeuge ein.

Viele Menschen, die das Traden lernen wollen, machen hier schon den ersten Fehler, indem Sie sich einen Werkzeugkasten zurechtlegen mit viel Werkzeugen, der ihnen nichts nutzt. Dann wenn Sie merken, das der gewünscht Erfolg ausbleibt, füllen Sie ihre Werkzeugkiste häufig weiter mit haufenweise unnützen werkzeugen, weil Sie glauben dadurch würden Sie ein besserer traden. Aber wird man ein besserer Handwerker, wenn man schon einen Werkzeugkasten besitzt und sich noch einen weiteren kauft? Wohl kaum.

Unterschiedliche Berufe erfordern unterschiedliche Werkzeuge. Natürlich gibt es Überschneidungen in diesen beiden Berufen, genauso wie sowohl ein Gas Wasser Installateur als auch ein Maurer beide auf einer Baustelle arbeiten, agieren Trader und Analyst beide am Markt. Doch ansonsten könnten ihre Jobs nicht unterschiedlicher sein.

Es kommt also darauf an, sich die richtigen Werkzeuge in seinen Werkzeugkasten zu legen und lernen damit perfekt umzugehen.

Immer wieder treffe ich Menschen, die jahrelang bereits erfolglos traden gleichzeitig aber glauben das sie alles notwendige bereits gelernt haben. Häufig stellt sich dann heraus, dass sie zwar ein enormes Wissen über die Märkte haben, selten aber wissen darüber über wie man erfolgreich traded.

Was muss nun eine Trader lernen:

Er muss lernen wie gute Tradingsetups aussehen.

Er muss ein gutes Risk Management lernen

ER muss lernen wie er unterschiedliche Positionsgrößen handhabt

Er muss lernen wie man einen Trade managed.

Er muss lernen mit Verlusten umzugehen.

ER muss lernen wie ein Guter Exit aussieht und wie man einen Trade managed.

Er muss lernen wie man einen Trade monitort, wie man sein Trading Geschäfft aufzieht

Er muss perfekte Kenntnisse haben über die Produkte haben, die er tradet

Und klar braucht er auch ein paar Kenntnisse in der Analyse, aber vor allem muss er lernen, wie er durchschnitlich kleine Verluste und durchschnittliche Große Gewinne generieren kann. Das ist nämlich sein Job. Und alles was er in seiner Ausbildung lernt, sollte ihn darauf vorbereiten!